Strafen für Influencer: Das sollten Blogger beachten

Zwei Katzen, die ein Selfie machen als Symbol für zwei Blogger

Personen, die sich über Produkte, Marken oder Themen in sozialen Medien äußern und damit andere Nutzer beeinflussen, werden bereits seit 2007 als „Influencer“ bezeichnet. Sie sprechen meist ein breites Publikum an und verfügen dementsprechend über eine große Fangemeinde, die sogenannten „Follower“. Bei diesen genießen sie ein hohes Ansehen.

Influencer kommunizieren häufig über mehrere unterschiedliche Social-Media-Kanäle, allen voran Facebook, Twitter oder Instagram. Doch auch Blogger zählen nach wie vor zu einer der wichtigsten Gruppen von Influencern und prägen durch Empfehlungen, Bewertungen oder Äußerungen die Meinung ihrer Follower.

Wirst du für deine Beiträge bezahlt oder stellst Produkte eines bestimmten Unternehmens in deinem Blog gegen Bezahlung vor, können dir jedoch rechtliche Konsequenzen drohen, wenn du dich nicht an gewisse Vorgaben hältst. Im Folgenden erfährst du, wie die Strafen für Influencer aussehen und welches Fehlverhalten genau geahndet werden kann.

Verstöße gegen das Urheberrecht

Es ist nicht erlaubt, urheberrechtlich geschützte Texte, Fotos oder Videos zu verbreiten, ohne dass der eigentliche Urheber seine Zustimmung dazu gegeben hat. Verwendest du als Influencer in deinem Blog solche Inhalte und verbreitest diese kommerziell, obwohl keine Einverständniserklärung des Schöpfers vorliegt, handelt es sich um eine gewerbliche Urheberrechtsverletzung.

In diesem Fall kann eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren auf dich zukommen. Dieser Verstoß gegen das Urheberrecht kann außerdem dazu führen, dass der eigentliche Urheber Ansprüche auf Schadensersatz und Unterlassung geltend machen kann.

In diesem Zusammenhang ist nicht selten die Rede von einer Unterlassungserklärung. Hast du als Influencer eine solche erhalten, solltest du diese zunächst einmal von einem Anwalt prüfen und gegebenenfalls anpassen lassen, bevor du sie blindlings unterschreibst. Dadurch entstehen zwar weitere Kosten, aber du bist zumindest abgesichert.

Das Recht am eigenen Bild

Laut dem Kunsturhebergesetz (KunstUrhG bzw. KUG) dürfen Fotos nur dann verbreitet werden, wenn die abgebildete Person auch damit einverstanden ist. Erstellst du als Blogger beispielsweise selbst Fotos von Gerichten, Orten oder ähnlichem, musst du dir in der Regel keine Sorgen machen, da hier keine Menschen abgebildet sind. Zudem bist du selbst der Urheber und kannst frei über die Verwertung entscheiden.

Problematisch kann es dann werden, wenn auf deinen Bildern Personen zu sehen sind. Verwendest du diese ohne deren Zustimmung, können dir als Influencer Strafen drohen. Diese werden zumeist mithilfe einer Abmahnung samt Unterlassungserklärung durchgesetzt. 

Verschleierung von Werbung

Wer in Deutschland eine Marke oder ein Produkt bewirbt, muss dies eindeutig kennzeichnen. Werbung muss demnach auch als solche erkennbar sein. Dies ist sowohl im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) als auch im Telemediengesetz (TMG) definiert. Für dich als Influencer bedeutet das: Empfiehlst du beispielsweise ein bestimmtes Produkt in deinem Blog und machst Werbung dafür, solltest du dies auch entsprechend kenntlich machen.

Ansonsten könnte es sich um Schleichwerbung handeln, was eine Geldbuße von bis zu 500.000 Euro nach sich ziehen könnte. Verstößt du gegen das UWG in deinem Blog, kannst du auch abgemahnt werden. Die Strafe besteht in einem solchen Fall aus der Zahlung einer Geldbuße in Höhe von mehreren tausend Euro.

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